BPM: Deutsch-französische Hochschule

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) ist in der Welt der Hochschul-Internationalisierung...

Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) ist in der Welt der Hochschul-Internationalisierung einzigartig. Es handelt sich um eine Einrichtung, die zu zwei Ländern gehört und in der weder das eine noch das andere Land „das Sagen“ hat. Die DFH hat eine wohl weltweit einmalige Struktur zum Aufbau transnationaler Studiengänge geschaffen. Die Hälfte aller Studiengänge sind unter dem Dach einer einzigen binationalen Einrichtung entstanden und spielen sich im Lehr- und Lernkontext eines einzigen Sprachpaars ab.

Wie alles begann – Ein Rückblick
Der damalige Bundesminister des Auswärtigen, Hans-Dietrich Genscher, und der damalige Außenminister der Französischen Republik, Jean-Bernard Raimond, vollzogen am 12. November 1987 den Notenwechsel über die Einrichtung eines sogenannten Deutsch-Französischen Hochschulkollegs (DFHK). Das DFHK sollte zur Vorgängereinrichtung der DFH werden. Man kann sagen: Die DFH stammt in direkter Linie vom DFHK ab.

Das Kolleg sollte nach der Vorstellung der Politiker beider Länder der Förderung der Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Hochschulen dienen und zugleich die Mobilität der Studenten, der Hochschullehrer und des wissenschaftlichen Hochschulpersonals zwischen beiden Ländern erhöhen. Eine der Hauptaufgaben sollte die Förderung der Schaffung gemeinsamer Studienprogramme sein, und zwar vor allem von integrierten Studiengängen.

Damals, 1987, existierten zwar bereits vier integrierte Studiengänge des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts Saargemünd, über die eine separate Regierungsvereinbarung vom 15. September 1978 bestand und die aus der Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule des Saarlandes und der Universitäten Metz und Nancy hervorgegangen waren. Daneben gab es auch bereits eine gute Handvoll gemeinsamer Studienprogramme zwischen deutschen und französischen Hochschulen, von denen damals acht als vollintegrierte Studiengänge gelten konnten (u.a. die zwischen Bremen und Toulouse, Karlsruhe und ESIEE Paris, Köln und Aix-Marseille, Reutlingen und Reims, sowie noch einige weitere).

1997 kam es zu einem Regierungsabkommen zwischen Frankreich und Deutschland, durch das ein Quantensprung oder zumindest eine neue Qualität im Organisationsgrad der Aktivitäten erreicht wurde. Das „Weimarer Abkommen“ zwischen den Regierungen er Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die Gründung einer Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) wurde von Klaus Kinkel und Hubert Védrine, den Außenministern beider Staaten, unterzeichnet.

1999 war es dann soweit: Die DFH nahm ihre Arbeit auf. Mehr Info hier

No related content found.

Post Popularity 0%  
Popularity Breakdown
Comments 0%