Lange ersehnt, endlich gelesen und leider ist es nun vorbei! Viel zu schnell – wie bei jedem guten Buch, das den Leser bis zur letzten Seite fesselt. Und dies gelingt Paolini – ohne wenn und aber! Wie bei Harry Potter und bei Herr der Ringe sind die Figuren dem Leser ans Herz gewachsen. Gespannt beobachtet der Leser die Entwicklung der innigen Beziehung zwischen Eragon und Saphira, sieht Roran zu einem Helden heranwachsen, der aus dem Schatten seines Bruders tritt und seine ganz eigene Kraft entwickelt. Gerne würde er selbst einige Worte mit Arya oder auch mit der Kräuterhexe Angela wechseln und er fühlt mit Nasuada, die ein schweres Los zum Ende des Romans erwartet. Obgleich sich alles, wie vorher zu sehen, zu dem Endkampf zwischen Saphira, Eragon, Dorn, Murtagh, Shruikan und Galbatorix hin entwickelt, gelingt es Paolini den Leser immer wieder zu überraschen. Die große Kraft des Romans basiert sowohl auf seiner Bildhaftigkeit als auch auf der Lebendigkeit der Figuren, deren Geschichte der neugierige Leser ebenfalls entdecken möchte. Insofern bleibt genügend Material für weitere Bücher, in denen andere Figuren als Eragon und Saphira die Hauptrolle spielen könnten. Das lässt hoffen! Christopher Paolini enttäuscht den Leser nicht, er wird der – auch durch umfangreiche Werbekampagnen – aufgebauten Erwartungshaltung mehr als gerecht. Wer das Buch noch nicht gelesen hat – sollte dies tun, es lohnt sich!
Christopher Paolini, Eragon. Das Erbe der Macht, cbj 2011, ISBN 9783570138168.
von Adriana Leidenberger
foto: Buechersaetze.de


Martina Schmieder


