BERLIN: Im Chipps besser nicht essen

Von Cathrin Brandes

 

Ein von langer Hand geplanter Damenabend Ende September a deux. Den Oort des Geschehens durfte ich mir sogar aussuchen und, um meinen Blick etwas über Kreuzberg und Neukölln zu erheben, fiel meine Wahl auf das Chipps.  Das Chipps ist ein Ecklokal mit großen Fenstern und umgeben von einem großzügigen, aber wegen des kalten Wetters leeren Außenbereichs.

Wir werden ganz freundlich empfangen und zu unserem Tisch geleitet.  Wir schauen in die Karte,  das Konzept basiert auf Zusammenstellungen unterschiedlichster Komponenten.  Kleine Icons sollen die Wahl erleichtern. Man wählt ein basic,  dann ein Gemüsegericht, aus der Schale oder vom Teller und wenn man mag auch Fsch oder Fleisch.

Während wir den Salat unter kräftigem Nachwürzen essen und uns immer wieder versichern, er sei eigentlich ganz ok,  beobachtete ich, wie mein Kartoffelrösti die ganze Zeit unter der Warmhaltelampe schrumpfelte. Ich hatte zwar zwischendurch die leise Hoffnung, es sei nicht mein Kartoffelrösti, aber so war es nicht.

Was jedoch meine Begleitung völlig unverdientermassen serviert bekam, spottete jeder kulinarischen Beschreibung. Den Empfehlungen folgend hatte sie nichtsahnend einen Reis im Noriblatt mit Gemüse in roter Currysauce bestellt.   Während mein lauwarmer Rösti-Zander immerhin essbar war, entpuppte sich die Norirollen-curry-Kombi als ABSOLUT GRAUENVOLL.

Was soll ich sagen, wir sind schnell von dannen gezogen.

 

 

 

 

 

No related content found.

Post Popularity 0%  
Popularity Breakdown
Comments 0%